| Weil wir ja gerade so gut im Verbieten sind |
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| Geschrieben von: Seishiroa |
| Freitag, den 08. Mai 2009 um 13:07 Uhr |
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Der Wahlkampf lässt ein weiteres mal grüßen und da ja nach zahlreichen Amokläufen wieder einmal eine kleine Verbotswelle fällig ist eignet sich eigentlich keine Zeit besser dazu als der Wahlkampf. Sehen wir also einfach mal davon ab das all die Verschärfungen des Waffengesetzes und des Jugendschutzes einen weiteren Amoklauf nicht verhindern konnten und machen einfach weiter wie gehabt. Schließlich können die Stimmen die behaupten es mangle nicht an Gesetzen sondern an der Umsetzung nicht recht haben, sie sind schließlich viel zu vernünftig und dabei auch noch populistisch kaum zu verwerten. Worum geht es also eigentlich? Natürlich um die jugendgefährdende, gewaltverherrlichende und vor allem gesellschaftsfeindliche Sportart Gotcha. Sie wissen schon diese verruchte Tötungssimulation bei der das einzige Ziel ist seinen Gegner in möglichst kleine bunt gefärbte Stücke zu schießen. Schließlich ist das die perfekte Gelegenheit für potentielle Amokläufer ihre Fähigkeiten zum Töten zu trainieren. Nun aber genug mit dem Sarkasmus, vorerst zumindest. Ich möchte in diesem Zusammenhang lieber auf die mal wieder ziemlich löchrige Argumentation hinweisen die unsere werten Politiker mal wieder anführen. Zuerst also: Kann man mit Gotcha taktische Fähigkeiten trainieren und Tötungshemmungen abbauen? Die Antwort darauf muss wohl oder übel ja sein. Allerdings sollte man evtl. im Hinterkopf behalten das es eigentlich für jeden männlichen Bürger der BRD Plicht ist diese Fähigkeit zu erlernen. Das sage ich jetzt nicht aus irgendwelchen anti pazifistischen Überzeugungen heraus sonder aus dem ganz simplen Fakt das wir die Wehrpflicht haben. Daher sollten wir wohl erst einmal über die Abschaffung der Wehrpflicht nachdenken, oder zumindest jeden dem wir das Töten beibringen einem psychischen Test unterziehen, bevor wir anfangen irgendwelche Sportarten zu verbieten die bei weitem nicht an die Konditionierung bei der Bundeswehr herankommen. Wenn wir also wirklich die Absicht haben in Zukunft Amokläufe zu verhindern dann sollten wir lieber das Problem an der Wurzel angehen. Soll heißen wir müssen dafür sorgen das Psychisch labile Personen nicht mehr an Waffen herankommen. Schließlich wurden bei den beiden letzten Amokläufen die verwendeten Waffen aus den Waffenschränken der Väter entwendet. Das wahre Problem ist also eigentlich nicht das wir immer mehr und immer gewaltbereitere Jugendliche haben sonder vielmehr das wir viel zu viele verantwortungslose Waffenbesitzer haben. Und im endeffekt hält man ihnen diese Verantwortungslosigkeit ja auch nicht wirklich vor. Keinder der beiden Väter hatte ernsthafte Konsequenzen zu tragen. |



