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Kirche und Nobelpreis

Dass die katholische Kirche nicht allzu viel Vertretbares mit Kindern anzufangen weiß sollte nun niemanden mehr ernsthaft überraschen aber irgendwie finde ich es doch komisch das man sich in Rom ausgerechnet gegen einen Wissenschaftler wendet der die ach so wichtige Fortpflanzung weiterentwickelt hat.

Warum also muss man sich fragen wendet sich eine Organisation die nach eigenen Angaben „das Leben befürwortet“ gegen die Ehrung eines Mannes der über 4 Millionen Menschen das Leben ermöglicht hatt?

Mir ist natürlich klar dass die katholische Sexualmoral nicht unbedingt aus diesem oder dem letztem Millennium ist. Dennoch scheint es seltsam die Künstliche Befruchtung zu kritisieren. Sicher es gibt keinen Sexualakt aber darauf kam es doch soweit ich weiß in der Kirche noch nie wirklich an oder? Hauptsache war doch eigentlich immer die Fortpflanzung.

Ich war immer der Ansicht die Kirche würde sich an den zwar befruchteten aber nicht reimplantierten Eizellen stören. Diese Praxis jedoch entspringt ja nur der Imperfektion der Technik. Die Kirche scheint hier also mal wieder in einem Teufelskreis zu Stecken. Einerseits will die Kirche zwar scheinbar die Heilung von unfruchtbarkeit aber ist nicht gewillt den Preis zu zahlen. Bzw. der Preis erscheint ihnen zu hoch. Dennoch war es der Wissenschaft möglich durch Forschung immer weniger überschüssige Eizellen zu befruchten. Was ja eigentlich im sinne der Kirche sein sollte, ich meine wir kommen sicher irgendwann an dem Punkt an an dem wir keinen Embryonenüberschuss mehr haben. Allerdings wir der weg dahin wohl mit überschüssigen Embryonen gepflastert sein.

Es stellt sich also die Frage: Wollen wir unzähligen zukünftigen Generationen die Chance auf Leben garnicht erst einräumen oder sind wir gewillt jetzt den Preis für die Zukunft zu zahlen?

Homöopathie im Dampfbad

Als ich Gestern im Dampfbad saß kam ich mit einer meiner Begleiterinnen irgendwie auf Homöopathie zu sprechen. Ich weiß nicht mehr so recht wie aber innerhalb von 5 Sätzen haben alle Insassen mit diskutiert. Zu beginn verlief das ganze quasi schon stereotypisch:

Die Wirkung von Homöopathie ist nicht bewiesen/beweisbar. => Aber die ganzen Nebenwirkungen, und die böse Pharmaindustrie, und die Nebenwirkungen, und die profitgeile Pharmaindustrie, und die Nebenwirkungen, und die Schulmedizin hat auch keine Lösung…

Nach dem das ca. 5 Minuten so hin und her ging wurde mit ein Argument an den Kopf geworfen von dem ich nie erwartet hätte es in der freien Wildbahn anzutreffen:

“Aber der Freund meiner Cousine hatte einen Hund und bei dem hatt es auch geholfen, der weiß ja schließlich nicht was drinn ist.”

Ich war mir zu diesem Zeitpunkt ziemlich sicher schön öfter erklärt zu haben warum persönliche Erfahrung nicht gelten kann. Auf meinen wiederhohlte Erläuterung das man ja die Wirksamkeit einfach in Studien zu überprüfen könne  wurde mir dann auch noch entgegnet das man ja keine Wirksamkeit feststellen könnte wenn man eh nicht an die Wirksamkeit glaube.

Nach der Erklärung warum es überhaupt doppelblinde Studien gibt kam quasi sofort die (unterbewusste wie ich annehme) gleichsetzung von Homöopathie und Naturheilmitteln, also planzlichen, nicht synthetischen Wirkstoffen. Und damit hatt sich wir ich später Feststellen musste der Kreislauf geschlossen. Denn wie auch schon die GWUP vor kurzem erwähnt hatte wissen die meisten Menschen leider nichteinmal was es mit Homöopathie auf sich hatt. Verteidigt wird die eigene Meinung aber dennoch. Wie sagte Luther so schön:

“Die Vernunft ist das größte Hindernis in Bezug auf den Glauben, (…)”

PS: Ja das Wort “Schulmedizin” bringt mich ziemlich auf die Palme. Was die meisten Alternativen darin nämlich sehen scheint mit der Medizin dich ich kenne nicht viel zu tun zu haben. Hier meint der gemeine Homöopath nämlich eigentlich: “Elitisten die uns unterdrücken”

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