Kirche und Nobelpreis
- October 7th, 2010
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Dass die katholische Kirche nicht allzu viel Vertretbares mit Kindern anzufangen weiß sollte nun niemanden mehr ernsthaft überraschen aber irgendwie finde ich es doch komisch das man sich in Rom ausgerechnet gegen einen Wissenschaftler wendet der die ach so wichtige Fortpflanzung weiterentwickelt hat.
Warum also muss man sich fragen wendet sich eine Organisation die nach eigenen Angaben „das Leben befürwortet“ gegen die Ehrung eines Mannes der über 4 Millionen Menschen das Leben ermöglicht hatt?
Mir ist natürlich klar dass die katholische Sexualmoral nicht unbedingt aus diesem oder dem letztem Millennium ist. Dennoch scheint es seltsam die Künstliche Befruchtung zu kritisieren. Sicher es gibt keinen Sexualakt aber darauf kam es doch soweit ich weiß in der Kirche noch nie wirklich an oder? Hauptsache war doch eigentlich immer die Fortpflanzung.
Ich war immer der Ansicht die Kirche würde sich an den zwar befruchteten aber nicht reimplantierten Eizellen stören. Diese Praxis jedoch entspringt ja nur der Imperfektion der Technik. Die Kirche scheint hier also mal wieder in einem Teufelskreis zu Stecken. Einerseits will die Kirche zwar scheinbar die Heilung von unfruchtbarkeit aber ist nicht gewillt den Preis zu zahlen. Bzw. der Preis erscheint ihnen zu hoch. Dennoch war es der Wissenschaft möglich durch Forschung immer weniger überschüssige Eizellen zu befruchten. Was ja eigentlich im sinne der Kirche sein sollte, ich meine wir kommen sicher irgendwann an dem Punkt an an dem wir keinen Embryonenüberschuss mehr haben. Allerdings wir der weg dahin wohl mit überschüssigen Embryonen gepflastert sein.
Es stellt sich also die Frage: Wollen wir unzähligen zukünftigen Generationen die Chance auf Leben garnicht erst einräumen oder sind wir gewillt jetzt den Preis für die Zukunft zu zahlen?
Als ich Gestern im Dampfbad saß kam ich mit einer meiner Begleiterinnen irgendwie auf Homöopathie zu sprechen. Ich weiß nicht mehr so recht wie aber innerhalb von 5 Sätzen haben alle Insassen mit diskutiert. Zu beginn verlief das ganze quasi schon stereotypisch: