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eBooks und ihr Versagen am Markt

Als einer der Wenigen besitzer eines eBook reader in Deutschland ist es mir im vergleich zu einigen Verlagen leider kein Rätsel warum sich eBooks nur so schleppend am Deutschen Markt etablieren.

Aber zunächst mal die Grundlagen: Es wurden bis mitte 2011 ca. 450.000 eReader verkauft. Wenn wir also annehmen das keines der Geräte aus Aufrüstungsgründen gekauft wurde dann haben bis jetzt also  0,5% der Deutschen einen eReader gekauft. Eigentlich erschreckende wenige wenn man bedenkt wie viele Leute ein Buch besitzen.

Was also ist für dermaßen geringe Verkaufszahlen verantwortlich? Zum einen natürlich sind da ein paar technische Hürden die es noch zu überwinden gilt. So sind die meisten eReader mit wissenschaftlichen Texten und anderer Fachliteratur, welche normalerweise im pdf Format herausgegeben wir, hoffnungslos überfordert. Außerdem erlaubt ein einseitiges Lesegerät kein wissenschaftliches Arbeiten, dazu wären schlielich mehrere Seiten von Nöten.

Diese Beschränkungen sind jedoch für einen großen Teil des Literaturmarktes, namentlich die Belletristik irrelevant. Dort ist es völlig ausreichend ein Buch von Vorne bis Hinten durchlesen zu können. Um also zu verstehen muss man sich von der Hardware abwenden und zum eigentlich relevanten Teil des elektronischen Buches blicken. Dem Inhalt. Und hier stößt man recht schnell auf die Akzeptanzgrenzen der Nutzer.

Die beiden Haupthemmschuhe die sich die Industrie selbst angelegt hat sind Buchpreisbindung und DRM, in genau dieser Reihenfolge. Read more

Neuer eBook reader von Plastic Logic

Wie ich gestern bei meinen Recherchen über die eBook Reader auf der Frankfurter Buchmesse festgestellt habe wurden kaum flexible Reader vorgestellt, daher möchte ich hier mal schnell den von Plastic Logic angekündigten Reader vorstellen.

Das Gerät ist zwar immernoch ein Prototyp und wir eigentlich erst im Januar 2009 offiziell für den Markt vorgestellt aber man wollte wohl schon mal zeigen an was man so Arbeitet.

Im großen und Ganzen sieht das gerät wie ein A4 Block mit ziemlich breitem Rand aus, wobei man wohl davon ausgehen kann das der Rand noch kleiner wird.

Die Anzeigetechnologie des Gerätes scheint auf eInk zu basieren. Der größte Vorteil dieser Technologie gegenüber herkömmlichen Bildschirmen ist zum einen der geringe Stromverbrauch und zum anderen das Aussehen. Von eInk lässt sich fast wie von Papier lesen da macht auch die relativ geringen Auflösung nicht viel aus, da man ja eigentlich nur Text darstellen will.

Ein weiterer Punkt der mit an diesem speziellen Gerät sehr gut gefallen hat ist das es sich mit den Fingern bedienen lässt. Soll heißen man kann wie man es von richtigem Papier gewöhnt ist einfach in die Dokumente kritzeln.

Ich hoffe jetzt mal einfach das Plastic Logic seine versprechen bezüglich der Akkulaufzeit hält und keine allzugroßen Experimente mit irgendwelchen Wireless Technologien macht, dass würde nur die Akkulaufzeit ziemlich drücken. Ich habe zwar aus Bequemlichkeitsgründen gar nichts gegen WLAN und/oder Bluetooth, dass wäre sogar ziemlich praktisch, aber ich fürchte einfach das man dem zu viel Akkulaufzeit opfern könnte. Und wer will schon ein “Buch” das man nur 3h lesen kann?

Ansonsten aber kann ich nur sagen: Kauftermin Vormerken!

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