Da sich ja Hofnärrin schon ausgiebig mit dem Resultat von C2H6O beschäftigt hat, werde ich mir jetzt einfach mal den sozialen Aspekt dessen vornehmen.
Ich denke das das Hauptproblem die Verantwortungslosigkeit ist in die man sich begibt. Dies wird dann meist auch noch von der Gesellschaft als solche als quasi nicht selbstverschuldete Unzurechnungsfähigkeit gewertet. Daher würde ich eigentlich von einer verantwortungsvollen Gesellschaft erwarten das sie Personen auch unter vollrausch für voll Haftbar hält. Zur Zeit ist die Straffähigkeit unter Alkoholeinfluss ja auch von der schwere des Delikts abhängig.
Ich halte die derzeitige Regelung für unpassend da ja jeder der Alkohol bewusst zu sich nimmt damit rechen muss das er die Kontrolle verliert. Das ist in etwas so als würde man im Auto einfach mal das Steuer loslassen und dann behaupten man hätte keine Schuld da man ja nicht gelenkt hat.
Ich würde also von jedem erwarten das er alle seine Mitmenschen auch für das voll Verantwortlich macht/hält was er oder sie unter Alkoholeinfluss gesagt/getan haben. In dieser Hinsicht ist unsere Gesellschaft leider viel zu Tolerant.
Zu guter letzt will ich noch mit einem kleinen Irrtum aufräumen das mir Gestern untergekommen ist. Mir wurde erzählt das Alkoholkonsum das Herzinfarktrisiko senken würde da es Blut verdünnend wirkt. Nun unter Wikipedia war nichts dergleichen zu finden. Allerdings bin ich bei BDW fündig geworden.
(06/2000) Neue Forschungsergebnisse zeigen warum und wie Alkohol das Infarktrisiko vermindern kann. Entscheidend ist die Wirkung auf die Blutplättchen, denn diese koagulieren (verklumpen) unter Alkoholeinfluss weniger. Diese Wirkung erreicht man mit etwa zwei Gläsern Bier. Die Art des Getränkes ist dabei allerdings nicht wichtig, sondern nur die darin enthaltene Menge an Ethanol. “Immer mehr Studien belegen, dass es egal ist, was die Menschen trinken. Entscheidend ist, dass sie in Maßen trinken”, erklärt Adam Myers vom Forscherteam des Georgetown University Medical Center.
An sich ist die Verklumpung der Blutblättchen bei Verletzungen der Blutgefäße zwar sinnvoll. In vielen Fällen, zum Beispiel bei Adernverkalkungen, können jedoch unerwünschte Verklumpungen die Gefäße verstopfen und einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen.
Das Team verabreichte 35 Versuchspersonen verschiedene Ethanolmengen. Schon bei einer Ethanolmenge, die etwa einem alkoholischen Getränken entspricht, verringerte sich die Blutplättchenaggregation um 25 Prozent. Geringere Mengen Alkohol wirkten sich kaum auf die Blutverdünnung aus. Erstaunlicherweise profitieren Frauen wesentlich stärker von diesem Effekt. Vielleicht liegt dies an einer Kombination mit der bei Frauen erhöhten Konzentration an Östrogen.
[Quelle: Iris Schaper - eine BDW-Meldung vom 11.5.20009]
Gut das kann zwar einem Herzinfarkt vorbeugen, allerdings nur solange man wirklich immer den Blutalkoholgehalt von 1 bis 2 Bier intus hat. Im großen und ganzen also eher ein Schutz für Alkoholiker.