AKW Laufzeitverlängerung
- July 14th, 2010
- Posted in Nationalpolitik . Politik . Wirtschaft
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Von der Finacial Times Deutschland kam Gestern einer der wohl perverseten Vorschläge der jüngeren Vergangenheit. Anstatt die Laufzeitverlängerung nach Sicherheit und Zustand der Kraftwerke zu verteilen sollte sie lieber versteigert werden.
Die paar mikrigen Milliarden die dabei in die Staatskasse gespült werden dürften im Ernstfall nur ein Tropfen auf den heisen Stein sein. Also dann wenn eines der AKW´s das schon lange wegen Sichheistmängeln vom Netz hätte gehen sollen ausläuft.
Man hatt vorgeschlagen das gleiche System wie auch schon bei den Mobilfunkfrequenzen einzusetzen. Man kann also einnahmen zwischen 4 – 60 Milliarden erwarten. Wenns also schlecht läuft reicht das gerade mal für 2-3 Sakopharge alles unter der annahme natürlich das man die Einnahmen wirklich aufspaart und nicht in irgendwelchen Wolfahrtsprogrammen verprasst.
Was mich allerdings an diesem Vorschlag wirklich stört ist das er eigentlich genial ist. Aus sicht der Atomindustrie natürlich. Wenn man sich nämlich mal anschaut mit was BP im moment durchkommt und wie wenig sie in die Verantwortung gezogen werden muss man sich als rationaler und profitorientierter Mensch einfach fragen warum man das nicht auch auf andere Wirtschaftszweige übertragen sollte. Ich mein was solls? Die kosten für die Versteigerung kann man ohne Probleme auf den Stompreis durchschlagen und wenn wirklich was schiefgeht kann man sich ja
- immer noch darauf rausreden das durch die Genehmigung der Teilnahme an der Versteigerung die Sicherheisttechnik konkludent gebilligt wurde.
- darauf verlassen das 90% der Kosten vom Steuerzahler getragen werden.
- darauf verlassen das die Versicherung zuverlässig zahlt.
- sich eventueller Fallout im besten fall auf Eurasien beschränkt. Die Ferienwohung im Pazifik als auch weiterhin vor der Presse und anderem Fallout sicher sein wird.
Warum also sollte man es nicht mal versuchen? In der bereiten Öffentlichkeit ist die PR ja eh schon unten durch und die entscheidenden Politiker leben dank Lobbyarbeit sowieso in einer Traumwelt. Die Chancen auf Gewinn stehen also gut.
Also auf zum nächsten Tchernobyl, nur diesmal im Herzen Europas.
PS: Ich binn kein Atomkraftgegner. Aber in den Händen von Idioten oder verantwortungslosen Profitgeiern ist jede Technologie gefährlich. Selbst stumpfe Balsaholzstöcke…
Update:
Halleluja! Der Mist ist wohl vom Tisch. Vorerst…
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